SPD

Ortsverein Eickel

17.05. BV Eickel

Sitzung der Bezirksvertretung Eickel

Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Bürgerinnen und Bürger von Eickel, dem westlichen Teil von Holsterhausen, Röhlinghausen und Wanne-Süd,

für den Bereich der SPD Ortsvereine Eickel, Holsterhausen, Röhlinghausen und Wanne-Süd im Stadtbezirk Eickel möchte ich auf die

Öffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Eickel

hinweisen. Die Tagesordnung zeigt die Arbeit der von Ihnen gewählten BezirksvertreterInnen. Ich würde mich darüber freuen, wenn die zahlreichen Besucherstühle keinen Staub ansetzen.

Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Majchrzak
  (Ortsvereinsvorsitzende)


T A G E S O R D N U N G

für die Sitzung der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel
am Donnerstag, dem 17.05.2001, 16.00 Uhr
im Bürgersaal des Sud- und Treberhauses

Weitere Informationen bei der Stadt Herne

Heftige Kritik an Ortsumgehung Günnigfeld
WAZ vom 18. Mai 2001, ls

Die Planungen der Stadt Bochum für eine Ortsumgehung in Wattenscheid-Günnigfeld haben in der Bezirksvertretung Eickel für politischen Zündstoff gesorgt.

Der Streit entbrannte an dem Vorhaben, eine Entlastungsstraße parallel zur alten Erzbahntrasse in Richtung Hofstraße zu führen - mitten durch ein Landschaftsschutzgebiet. Während das Tiefbauamt offiziell von den Kollegen der Stadt Bochum über diesen Plan informiert wurde, hatte die SPD-Fraktion eher durch Zufall von dieser Absicht erfahren. Hans-Theo Spickhofen, Abteilungsleiter im Tiefbauamt: Wir sind mit dieser Planung nicht einverstanden. Und Elisabeth Majchrzak stellte für die SPD-Fraktion fest: Dagegen werden wir uns politisch vehement wehren.

Diese Kritik richtete sich aber auch gegen den Vorschlag aus den Reihen der Eickeler CDU-Fraktion, da Fraktionssprecher Andreas Barzick gefordert hatte, die Bochumer Planungsvarianten erst einmal konkreter werden zu lassen, um dann eine richtige und Stadtgrenzen übergreifende Entscheidung treffen zu können.

So lange wollen die Sozialdemokraten aber nicht warten, da für sie die Konsequenzen schon feststehen. So verwies Gerd Bollmann (SPD) auf einen Zeitungsbericht in Wattenscheid, wo die dortige CDU damit argumentiere, dass der umgeleitete Verkehr dann über die Hofstraße und Edmund-Weber-Straße in Röhlinghausen geführt werden müsse. Elisabeth Majchrzak: Hier wird ein Wohngebiet auf Kosten des anderen entlastet.

Spickhofen gab zu bedenken, dass der nach Norden zur A 42 rollende Verkehr auf jeden Fall seinen Weg durch Röhlinghausen suchen werde, da in Gelsenkirchen eine neue Straßenführung im Bereich Haverkamp noch fehle. Die Stadtverordnete Dorothea Schulte von den Grünen regte an, die Stellungnahme der Stadt Bochum abzuwarten, um dann darauf reagieren zu können.

Stadt erhält in letzter Minute eine Absage
WAZ vom 19. Mai 2001, ls

Die Geschichte der Wiederbelebung der Hülsmann-Kneipe im Sud- und Treberhaus ist um ein trauriges Kapitel reicher: Kurz vor der Vertragsunterzeichnung ist ein interessierter Nachfolgepächter abgesprungen.

"Abschluss eines Pachtvertrages" lautete lapidar der zweite Tagesordnungspunkt für den nichtöffentlichen Teil der Sitzung der Bezirksvertretung Eickel am Donnerstag. Den Politikern sollte verkündet werden, dass es endlich weitergehen sollte mit dem Betrieb der Gaststätte mitten im Eickeler Zentrum. Noch bevor mit dem öffentlichen Teil begonnen wurde, zog die Verwaltung diesen Punkt zurück.

Der Grund: Zwei Tage zuvor war eine definitive Absage ins Haus gekommen. "Der Vertrag lag unterschriftsreif vor", berichtet Gerd Werner, Sprecher der Stadtverwaltung. Doch dann kam die Absage. Der Nachfolgepächter - eine GmbH, die in Gelsenkirchen mehrere Traditionsgaststätten übernommen hatte - befinde sich in "Umstrukturierungsmaßnahmen". Deshalb bestehe kein Interesse mehr an der Suche nach einem weiteren Gaststätten-Objekt.

Jetzt kann das Werben der Stadt um einen Nachfolger wieder von vorn beginnen, denn Interessenten für die Hülsmann-Kneipe stehen offenbar nicht Schlange. Dabei hatte alles so hoffnungsfroh begonnen, als die Gaststätte nach der umfangreichen Renovierung des Sud- und Treberhauses am 7. Februar 1997 eröffnet wurde. Doch schon am 9. März 1999 war es damit wieder vorbei: Der Pächter hatte von einem Tag auf den anderen Eickel verlassen.

Der Nachfolger gab ein noch kürzeres Gastspiel: Wiedereröffnet am 1. Juni 1999, fiel die Eingangstür am 18. April 2000 ein letztes Mal ins Schloss.

Ein in der Zwischenzeit von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten hatte die Chancen und Risiken dieses Gaststätten-Standortes aufgelistet und damit auch Schwachstellen in Bezug auf Lage und Ausstattung aufgezeigt. Nicht so sehr Restaurant, sondern eher Kneipe sollte die neue Gaststätte sein. Ein weiterer Kritikpunkt: die Sudkessel. Eine Entfernung der Kupfer-Kolosse kommt aber nicht in Betracht, da sie unter Denkmalschutz stehen.

Südländisches Flair am Eickeler Markt
WAZ vom 28.11.2001, M. H.

Neues Konzept für traditionsreiches Lokal. Die unendliche Geschichte um die Wiederbelebung der Hülsmann-Kneipe im Sud- und Treberhaus scheint ein glückliches Ende zu nehmen. Spätestens im Januar 2002 serviert die Havana Großhandel & Franchise GmbH Tapas und andere südländische Spezialitäten.

Die Pläne für den Umbau der Hülsmann-Kneipe stellten Rolf Chrzan von der städtischen Liegenschaftsabteilung und Stadtdirektor Peter Bornfelder vor.

Die 1989 in Darmstadt gegründete GmbH besitzt mehrere verpachtete Niederlassungen in Darmstadt, Hamm, Aachen, Mainz und Wiesbaden. Der Betreiber des Eickeler Havana wurde der Öffentlichkeit bislang noch nicht vorgestellt, "doch es ist jemand vom Fach", bestätigt Gerd Werner, Sprecher der Stadtverwaltung.

Der neue Pächter könnte sich für die Stadt als echter Glücksgriff erweisen. Zum einen wurde nach 18 langen Monaten der Suche endlich eine dauerhafte Lösung gefunden. Zehn Jahre läuft der Vertrag. "Eine Option für eine Verlängerung um zweimal fünf Jahre wurde vereinbart", erklärt Stadtdirektor Peter Bornfelder. Zum anderen verfügt die Havana GmbH über große Erfahrung im Gestalten von Altbauten. Selbst die unter Denkmalschutz stehenden Sudkessel sind offenbar kein Hindernis, der Hülsmann-Kneipe in den nächsten sechs bis acht Wochen südländisches Flair zu geben. Geschätzte Umbaukosten: 500 000 DM.

Der neue Pächter setzt auf ein einheitliches Gastronomiekonzept vom Einkauf der Waren über die Gestaltung der Restaurants bis hin zur Ausbildung des Personals. Name sowie das Logo mit dem markanten Tucan sind patentierte Erkennungszeichen des Unternehmens. Selbst Speisenbezeichnungen wie Bocadillo oder Pan Campesino sind gesch�����tzt. Dahinter verstecken sich Tortillas, Pizzen und Tapas. Eine breite Palette von Cocktails zählen zu den Spezialitäten des Havana - im Innen- und Außenbereich.

"Diese Art der Gastronomie ist in Eickel einzigartig", sagt Bornfelder. "Ein Gutachten des Gaststättenverbandes hat gezeigt, dass wir mit mittelständischer Gastronomie nicht weiter kommen." Auch Pressesprecherin Jutta Daniel verspricht sich eine Belebung des Eickeler Marktes. Und lobt die gute ÖPNV-Anbindung: "Schon allein wegen der Cocktails".

Nachträgliche Genehmigung ärgert Politiker
WAZ vom 23. Mai 2001, ls

Die Genehmigung für vier Container auf dem Sportplatz Görresstraße sorgte im Bezirk Eickel für Ärger - aus doppeltem Grund.

Die Container sollen zu einem Vereinsheim zusammengefügt werden und der Jugendarbeit dienen, hieß es im Bauantrag des FC Wanne. Dumm nur, dass sie bereits stehen, der Antrag im Dezember 1999 gestellt wurde und der Verein heute über keine Jugendmannschaft mehr verfügt. Dennoch sollte das Wohlwollen des Bezirks eingeholt werden, bevor der Planungsausschuss am Monatsende einen Beschluss fassen muss. SPD-Fraktionssprecherin Elisabeth Majchrzak: Das alles sieht doch nach einer nachträglichen Legalisierung aus. Eine Meinung, der die Verwaltung nicht unbedingt widersprechen wollte.

Aber: Da das Vereinsheim im Außenbereich zwischen Sportplatz und Eisenbahndamm steht und die Forderungen des Flächennutzungsplanes erfüllt werden, könne eine Genehmigung nicht versagt werden, erläuterte Miriam ten Busch vom Bauordnungsamt. Dorothea Schulte, Stadtverordnete der Grünen, wies auf eine Besonderheit hin, die erst recht den Argwohn des Gremiums schürte: Dieser Vorgang liegt uns nur deshalb zur Beratung vor, weil die Container sich in einem Außenbereich befinden.

So entbrannte in der Sitzung der Streit darüber, ob nur dem Planungsausschuss oder nicht auch der Bezirksvertretung ein Beschlussrecht zusteht. Und warum ist diese Unterlage nicht auch durch den Sportausschuss gegangen?, fragte der Eickeler Stadtverordnete Gerd Bollmann auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender dieses Gremiums.

Die Verwaltung zog die Vorlage zurück. Sie will nach Beratung mit dem Sport- und Bäderamt in Kürze eine überarbeitete Fassung vorlegen.